Lotusfuss: Alte Chinesische Ansichtskarte von ca. 1900

China Lilienfuss Ansichtskarte

Lilienfuss: Alte China Ansichtskarte. ca. 1900

Chinesische s/w Postkarte mit Abbildung eines gebundenen Fusses, 缠足. Herausgegeben vom Denniston & Sullivan, Shanghai.

Ungebraucht, sehr gute Erhaltung. Als Lotos- (andere Schreibweise Lotus-) oder Lilienfuesse bezeichnete man die Fuesse der Frauen im Kaiserreich China, die durch extremes Einbinden und Knochenbrechen zu Gunsten eines etwa tausend Jahre lang anhaltenden Schoenheitsideals verkrueppelt wurden.

Den meisten Maedchen wurden die Fuesse im Alter von fuenf bis acht Jahren von der Mutter oder der Großmutter abgebunden. Zunaechst wurde der Fuß in einer Fluessigkeit aus Kräutern und Tierblut eingeweicht, die Zehnaegel so kurz wie moeglich geschnitten, um ein Einwachsen und damit einhergehende Infektionen zu vermeiden und der Fuß dann massiert.

Die Fussknochen wurden anschließend mit einem Stein gebrochen. Der Fuß wurde dann so eng mit Bandagen umschlungen, dass er nicht nur im Wachstum gehemmt und zum Klumpfuss verformt wurde, sondern aufgrund mangelnder Durchblutung oft auch teilweise oder ganz abstarb. Mit Ausnahme der großen Zehe wurden alle Zehen gebrochen und unter die Fußsohle gebogen.

 

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