In Memoriam Gerd Kamiski

Ein persönliche Nachruf auf einen großen Gelehrten

Prof. Gerd Kaminski ist vor 2 Tagen verstorben und hinterlässt eine große Lücke – nicht nur in der deutschsprachigen Welt der Sinologen und Chinaexperten.

Wenn man bei wikipedia nachschlägt, erfährt man nur über einen Teil seines ungewöhnlichen Schaffens. So liest man, er hätte 35 Bücher über China geschrieben – nun, es sind 84.

Wahrscheinlich haben nur die Leute in seinem näheren Umkreis eine Ahnung, wie viel er für die österreichisch-chinesischen Beziehungen und weit darüber hinaus geleistet hat.

Präsentation seines jüngsten Buches „China und die Gelbe Gefahr“, 23. Juni 2022 im Presseclub Concordia

Seit 1971 leitete er die Österreichisch-Chinesische Gesellschaft, organisierte viele bedeutende Ausstellungen, Symposien, Reisen und jede Menge Vorträge und anderer kultureller Aktivitäten und betreute mit großem Engangemnt unzählige Delegationen aus China.

Eine besondere Liebe galt auch der Kunst und er untertützte und förderte einige Künstler aus Österreich und China mit bemerkenswertem Einsatz. Ich schätzte mich immer glücklich, dass ich Gerd Kaminski, den ich seit über 40 Jahren kannte und der im Laufe der Jahre immer mehr zu einem Gönner, Förderer und Freund wurde, so oft sehen konnte, von ihm lernen und von seinem Wissen profitieren durfte.

Das eine oder andere Mal durfte ich in seiner Schiff-Gallerie ausstellen.

mit Prof. Gerd Kaminski, Vorstand der oe. g.c.f.

Und einige Male durfte ich ein Buch von ihm mit meiner Kalligraphie schmücken.

„Wäre ich ein Boxer, so wäre ich Chinese“

Vieles ist nun anders geworden in der Welt der österreichisch-chinesischen Freundschaft und wer auch immer in seine Fußtapfen tritt, hat eine herausfordernde Aufgabe vor sich für deren Gelingen ich das Allerbeste wünsche.

Mit Anerkennung und großem Dank! f

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Lesung Prof. Wolfgang Kubin

Gestern Abend fand im Café Museum in 1010 Wien eine besondere Lesung statt. Wolfgang Kubin las aus seinem neuen Buch, einer 5-teiligen Autobiographie, und erzählte einige spannende Geschichten aus seinem erfüllten Leben:

Lesung Wolfgang Kubin

Für mich war es auch insofern ein besonderes Ereignis, als ich in den 1970er Jahren oft in diesem Cafe verkehrte. Es war einer der wichtigsten Künstlertreffs in Wien. Verraucht, etwas heruntergekommen, die Wände vollgepflastert mit vor allem Ausstellungsplakaten nicht-etablierter Künstler, erkennt man es heute kaum wieder. In der Gestaltung griff man wieder auf Loos zurück, der damals oft in dem Cafe verkehrte.

Café Museum, Wien

Wolfgang Kubin hat eine Vielzahl von Büchern geschrieben und noch viel mehr aus dem Chinesischen übersetzt. In den letzten Jahren erscheinen sie vor allem im Bacopa Verlag, dessen Verleger, Mag. Walter Fehlinger Unglaubliches leistet. Bücher, Seminare, workshops, Vorträge, chin. Massagen, chin. Heilkräuter und mehr werden geboten.

Ich kaufte eines der neuesten Bücher von Prof. Kubin und er war so nett, es zu signieren:

Da ich im Herbst meine Arbeiten in einer Ausstellung in Wien zeigen werde, habe ich vorgeschlagen, dass wir in die Ausstellung eine Lesung von Wolfgang Kubin einbinden. Das könnte eine gute Kombination werden.

Übrigens habe ich jetzt einen youtube-Kanal eingerichtet, auf dem ich meine Arbeiten präsentiere:

https://www.youtube.com/c/FriedrichZettl

Das Café Museum hat übrigens eine sehr ansprechende facebook-Seite HIER

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Ein paar alte Poster aus China

Cholera, Malaria & Co

Da ich mich vor allem meinen anderen blog (https://zettl.blog) widme, poste ich hier kaum mehr. Das hat vor allem damit zu tun, dass bei mir das Sammeln in den Hintergrund getreten ist – zugunsten der Kunst.

Als ich vor Kurzem eine Schachtel öffnete, fand ich eine Reihe alter Poster, die ich vor langer Zeit in China gekauft und auf die ich ganz vergessen hatte.

Sie sind keine Meisterwerke der Plakatkunst, ueben aber einen gewissen Reiz auf mich auf. Alle sind aus den 1930-40er Jahren und dienten der Aufklärung der chinesischen Bevölkerung und Gesundheitsfragen. Zu jener Zeit stellten Cholera, Malaria, Ruhr oder auch Darmparasiten und ähnliches eine enorme Herausforderung an das chinesischen Gesundheitswesen dar.

Einige der Poster muessten restauriert werden und ich sollt das endlich in Angriff nehmen.

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Artikel zu Chinesischer Kunst

Ich betreibe einen weiteren blog: https://zettl.blog/, der vor allem meine kuenstlerische Taetigkeit reflektiert.

In unregelmaessigen Abstaenden schreibe ich Beitraege, in denen ich verschiedenen Aspekte chinesischer Malerei, Kalligraphie bzw. chinesische Kunst allgemein behandle.

Zur besseren Uebersicht habe ich jetzt einen Index erstellt: https://zettl.blog/art-theory/

Vielen Dank fuer Ihr Interesse!

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Neue Arbeiten online

In letzter Zeit habe ich diesen blog sehr vernachlaessigt – sorry! Zum einen habe ich einen anderen blog forciert, auf dem ich mich mit Kunst auseinandersetze: https://zettl.blog/

Ich stelle dort nicht nur meine eigenen Arbeiten vor sondern schreibe auch ueber chinesische Malerei und Kultur. Mit diesem Link lassen sich die Beitraege am besten finden: https://zettl.blog/?s=essence

Vor allem aber habe ich sehr viel gemalt. Beguenstigt durch die Corona-Misere habe ich mehr Zeit dafuer gefunden. Hier ein paar Beispiele aus der letzten Zeit:

Und nicht zuletzt darf ich bekanntgeben, dass meine Arbeiten jetzt bei saatchiart aufgenommen wurden. Rund 30 habe ich bereits online: https://www.saatchiart.com/zettl

Ein neues Buch ueber China ist erschienen, das einige Geschichten von mir enthaelt:

Es war einmal in China.

Und anlaesslich der 50 Jahr Feier diplomatische Beziehungen Oesterreich China kommt eine Sondernummer des Chinareports heraus mit einem 20 seitigen Artikel von mir ueber den Maler Qi Baishi.

Also langweilig ist mir nicht wirklich 🙂 Geniesst den Tag!


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Alte Chinesische Photos

Ich bin auf diesen Link gestossen, der viele grossartige Photos aus dem alten China zeigt:

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Artikel von mir in Neuerscheinung beim Bacopa Verlag

Der Bacopa Verlag publiziert seit Jahrzehnten Buecher mit China Bezug -neben vielen andren Aktivitaeten wie Seminaren, Angeboten an chinesischer Massage usw.

Zum 2. Mal wird in einer Neuerscheinung „Es war einmal in China“ ein Beitrag von mir erscheinen, diesmal kurze Geschichten – Erinnerungen an meine Zeit an der Akademie in Beijing um 1980.

https://www.bacopa.at/page/md3000003_40047.html

Der Herausgeber des Buches ist Prof. Gerd Kaminski, einer der profundesten China Kenner, der inzwischen ueber 80 Buecher ueber China geschrieben hat. 57 Autorinnen und Autoren haben ueber Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in ihrer Zeit in China geschrieben.

Die images sind von mir zur Illustration meiner Geschichten.

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Chinesischer Terrakotta-Krieger der nördlichen Wei-Dynastie 4. Jh

China, c. 386-534 n. Chr .: Terrakotta-Kriegerstatue der alten chinesischen Nord-Wei-Dynastie. Schlanke Gestalt, die aufmerksam steht und die Hände unter den Schichten der Kleidungsstücke versteckt. Kopf bedeckt; Gesichtszüge gut definiert mit hochgezogenen Augenbrauen und weit geöffneten Augen. Es gibt noch reichlich Pigmentspuren.

Der Artikel wird mit einer lebenslangen Echtheitsgarantie geliefert.

Material: Terrakotta

Zustand: Gut

Größe: H: 275 mm; 755 g

Ursprünglich aus einer alten britischen Sammlung, die zwischen 1960 und 1990 auf dem europäischen und japanischen Kunstmarkt erworben wurde. MEHR

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Antiker chinesische Famille Rose Becher aus der Qing-Dynastie Qianlong-Ära

Chinesischer Familienrosenbecher mit Dame und Söhnen, die mit Hunden spielen. Der Becher hat einen Griff in Form eines Ruyi. Qianlong-Zeit (1736-1795)

Ein schöner antiker chinesischer Porzellan-Bierkrug mit einer zentralen Dekoration von Mei Ren und Jungen, die mit Hunden in einer bergigen Landschaft spielen, ausgeführt in schönen überglasierten „famille rose“ -Emails.

Die Ränder zeigen eine klassische Dekoration mit Blumenmustern. Handgefertigt im alten China während der Qing-Dynastie.

Höhe: 11,6 Zentimeter. Faire Bedingung.

Zustand: Das Objekt ist in gutem Zustand, Chips, ein Haaransatz (siehe Bilder), ohne Restaurationen.

Der Zustand wurde sorgfältig mit starkem UV-Licht und hellem durchscheinendem weißem Licht überprüft.

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Chinesische Song-Dynastie-Art Jun Ware Teller

Alte attraktive chinesische Keramikplatte, sogenannte Jun-Ware. Grau-blau-grünliche Farbe mit einem großem burgunderfarbenem Fleck von der Mitte zum unteren Rand hin und mit einem gelappten Rand.

Durchmesser: 24 cm. Gewicht (ziemlich schwer): 912 Gramm

Leichte Gebrauchsspuren, aber keine Bestossungen, Risse oder Haarlinien.

Der Teller ist eine Augenweide und ein Blickfang. MEHR

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